Ich verbringe die nächsten beiden Tage auf einer Bringmann-Veranstaltung in Berlin: "Corporate Reputation. Das Unternehmen in der Öffentlichkeit".
Ich verbringe die nächsten beiden Tage auf einer Bringmann-Veranstaltung in Berlin: "Corporate Reputation. Das Unternehmen in der Öffentlichkeit".
Verfasst von Carsten Rossi am 20. April 09 um 06:54 Uhr in Archiv ("The Musketeer") | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Berthold Beitz will trotz der Krise von ThyssenKrupp eine Dividende für seine Krupp-Stiftung, weiß das Handelsblatt heute zu berichten (HB, 16.4.2009, S.1). Damit wird er zum Symbol für eine Auseinandersetzung, die dieses Jahr noch manches Unternehmen beuteln wird: Wieviel Geld kann und soll ich in Corporate Citizenship Engagaments, in Sponsoring oder CSR stecken, wenn ich eigentlich keines habe?
Verfasst von Carsten Rossi am 16. April 09 um 07:23 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Dass Employer Branding in 2009 nicht unbedingt ein Wachstumsmarkt ist, schien eigentlich klar. Dass für diesen darbenden Teil der Branche jetzt aber Hilfe aus den Topetagen der Wirtschaft kommt, damit war nicht unbedingt zu rechnen.
Verfasst von Carsten Rossi am 15. April 09 um 02:18 Uhr | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Vier Beobachtungen eines langen Osterwochenendes:
Verfasst von Carsten Rossi am 14. April 09 um 07:23 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
In Australien ist eine Initiative entstanden, die das Schweigen zum Instrument der Krisenbewältigung macht. Unter den schönen URL gfcsucks.com werden T-Shirts vertrieben, auf denen es sinngemäß
heisst: "Finanzmarkrkise. Gemeinsam können wir aufhören darüber zu reden." Für 40 Dollar, von denen 20 einem guten Zweck und 20 dem Anbieter zugute kommen, darf jeder mitschweigen. Die Idee ist ein sehr schöner Ausdruck der alten PR-Weisheit, dass man Krisen durch Überkommunikation natürlich herbeireden kann. Und der Erfahrung, dass jedes Thema, auch das existenziellste, irgendwann zu langweilen beginnt.
Verfasst von Carsten Rossi am 09. April 09 um 07:52 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Während ein General (nämlich General Motors) offensichtlich unfähig ist, mit neuen Medien umzugehen, macht ein zweiter (nämlich General Electrics) vor, was alles sein kann.
Mehr "General Electrics: Mit Rückenwind und Blick nach vorn" »
Verfasst von Carsten Rossi am 08. April 09 um 07:50 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
General Motors hat ein deprimierend ungeschicktes Angebot zur kommunikativen Selbstverteidigung vorgelegt. Unter http://gmfactsandfiction.com/ wurde ein Datengrab geschaffen, das mit Hilfe möglichst vieler Fakten allgemeine Missverständnisse und angebliche Falschmeldungen über das Unternehmen zu widerlegen versucht.
So erfahren wir u.a. anhand von Verkaufszahlen, dass die Menschen GMs Autos doch gerne kaufen; dass das Unternehmen sich vorgenommen hat, energiesparende Autos auf den Markt zu bringen; dass man natürlich kräftig, wenn auch ungern, Arbeitsplätze abbaut; dass die Qualität der Produkte eigentlich doch stimmt und Garantien weiter bestehen bleiben und dass man natürlich kein amerikanisches Geld in Brasilien investieren wird.
Verfasst von Carsten Rossi am 07. April 09 um 08:08 Uhr | Permalink | Kommentare (3) | TrackBack (0)
Die neuen FASB-Regeln, nach denen der Wert von Wertpapieren, für die es keinen aktiven Markt mehr gibt, nun von den Banken weitestgehend selbst bestimmt werden darf, sind technisch und taktisch vielleicht hilfreich. Langfristig jedoch sind sie ein weiterer Schritt hin zur Demontage der Reputation einer ganzen Branche, die derzeit laut Handelsblatt (HB, 6.4.2009, S. 10) in ihrer Unbeliebtheit nur noch von Kriminellen und Prostituierten unterboten wird.
Verfasst von Carsten Rossi am 06. April 09 um 07:33 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
... nicht im Metallica-T-Shirt aber mit Aktenkoffer zur Arbeit gehen zu müssen.
Verfasst von Carsten Rossi am 03. April 09 um 08:51 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Manchmal sind Krisen ja wirklich eine Chance, zumindest wenn es um Lehrstücke für die Kommunikation geht. Denn gerade jetzt lässt sich gut beobachten, wie unterschiedlich man auf eine Krise reagieren kann.
Verfasst von Carsten Rossi am 02. April 09 um 09:04 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Die Firma NetJets bietet eine Art Jet-Sharing für Manager an, ein weltweit es Netzwerk gemeinsam genutzter Flugzeuge. Und schreibt: "Für alle CEOs, die wissen, dass teilen manchmal clever ist."
Verfasst von Carsten Rossi am 01. April 09 um 06:59 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Dies kann kein Beitrag zum Thema Manager-Gehälter sein, weil kein Versuch, sich zuletzt noch eine hohe Abfindung auszahlen zu lassen, von Erfolg gekrönt war. Die Tendenz zur "neuen Ethik" scheint sich
für diese Saison durchgesetzt zu haben, wie jetzt auch der Fall "Dresdner Bank" zeigt. Für die Reputation der betroffenen Unternehmen und Branchen kommt das allerdings viel zu spät und zudem meist nach Aufforderung. Der Schaden ist schon angerichtet
Verfasst von Carsten Rossi am 30. März 09 um 07:25 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Mehr "Auf einem Bein kann man schlecht stehen (vor allem im Sturm)" »
Verfasst von Carsten Rossi am 26. März 09 um 07:23 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Vor einiger Zeit schrieb ich einen Beitrag, in dem ich beklagte, dass die Automobilindustrie ihren Zulieferen in dieser schwierigen Situation kaum finanziell und auch nicht kommunikativ beispringe.
Verfasst von Carsten Rossi am 25. März 09 um 07:33 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Die W&V vermeldete gestern, dass endlich ein Business Modell für Twitter gefunden sei: "Eine Art Business-Twitter soll es richten. ExecTweets heißt der Dienst, der die 140-Zeichen-Nachrichten von Führungskräften auf einer eigenen Plattform bündeln soll. Aus einzelnen, belanglos erscheinenden Mitteilungen sollen so maßgeschneiderte Zielgruppenangebote für Fach- und Führungskräfte entstehen."
Verfasst von Carsten Rossi am 25. März 09 um 07:26 Uhr in Archiv ("The Musketeer") | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Im Blog der Schweizer PR Agentur Bernet fand sich vor kurzem ein Beitrag zum Thema "Reputation Management für die Schweiz". Die Autoren beklagten, dass sich "das Wort Schweiz ...im deutschen Wahlkampf einsetzen (lässt) als Synonym für Steuerhinterziehung, Bereicherung und Snobismus."
Verfasst von Carsten Rossi am 24. März 09 um 06:13 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Wie regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, sind mir Stakeholder Value und Stakeholder Communication im Rahmen der Corporate Responsibilty ein wichtiges Anliegen. Deshalb ist es für mich jedes Mal eine große Freude, wenn ich auf ein Unternehmen treffe, das diese Themen genauso ernst nimmt und seinen Fokus auch deutlich und verständlich kommuniziert. Wie Elcoteq.
Verfasst von Carsten Rossi am 23. März 09 um 16:37 Uhr in Archiv ("The Musketeer") | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Das Enteignungsgesetz mag ein Erhaltungsgesetz sein - aus kommunikativer Sicht jedoch ist es vor allem das Ergebnis des Versagens angemessener Krisenkommunikation. Weder dem alten Vorstand noch den wichtigsten Aktionären gelang es zu irgendeinem Zeitpunkt, angemessen darzustellen, warum Sie und nicht der Staat das Ruder führen sollten. Entfallen ist damit nicht die License to operate der "systemkritischen" Bank - sondern die ihrer wichtigsten in der Kritik stehenden Stakeholder.
Das gilt auch für britische Banker, denn das gleiche Unvermögen führt zu der angeblichen McCarthy-artigen Hexenjagd: nicht das Versagen frisst seine Verursacher sondern die Unfähigkeit, sich zu erklären - im Guten wie im Bösen, im Verlust wie im Bonus. Dass die konstant negative symbolische Kommunikation vorgefassten Meinungen in die Hände spielt, ist da fast schon Nebensache. Spin Doctoring oder Fingerpointing bringen die Sache kaum mehr vorwärts. Langsamer Reputations(wieder)aufbau durch respektvollen Umgang mit dem Zorn der Betroffenen schon eher.
Verfasst von Carsten Rossi am 23. März 09 um 08:14 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Aus der ökonomischen Perspektive fällt es mir schwer zu beurteilen, ob Mohammed Yunus' Modell des Social Business, wie heute im Handelsblatt dargestellt (HB, 23.3.2009, S.2), sinnvoll und durchführbar ist. An sich klingt die Idee einer sozialen Non-Profit Parallelwirtschaft mit privaten Investoren, die durch langfristige Entwicklungsanstrengungen die Märkte der Zukunft bereiten, faszinierend einfach und als langfristig angelegtes Support-Engagement durchaus auch für profitorientierte Unternehmen sinnvoll. Man könnte es als soziales R&D betrachten - mit Betonung auf dem D. Funktioniert es, wäre es möglich, Märkte zu erschließen, die heute als ökonomisch irrelevant schließen, u.U. aber einfach ungenutztes Potenzial darstellen. Allerdings stellt sich natürlich, wie Yunus selber paraphrasiert, die Frage: wenn es so einfach ist, warum hat es noch niemand versucht?
Verfasst von Carsten Rossi am 23. März 09 um 06:45 Uhr in Archiv ("The Musketeer") | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Dieses Blog ist nicht dazu da, Werbung für die Produkte meiner Agentur zu machen. Aber eine Tatsache, die im Zusammenhang mit ihnen steht, hat mich heute morgen doch verblüfft: Roland Berger hat in einer sehr aufwändigen Untersuchung (Befragung von 1000 Kunden) herausgefunden, dass viele Konzerne beim Öko-Marketing patzen (HB, 20.3.2009, S. 15) - und ziemlich genau die gleiche Botschaft (durchaus auch im Detail) hatten wir durch einen intensiven Online-Scan ermittelt, dessen Ergebnis im PR Magazin veröffentlicht wurde.
Verfasst von Carsten Rossi am 20. März 09 um 13:26 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Tausende von Menschen weltweit arbeiten daran, neue Kommunikations(platt)formen zu etablieren, um das Web 2.0 zu einer positiven und letztlich innovations- und kulturfördernden Erfahrung zu machen. Manche Initiativen sind ethisch motiviert, andere wirtschaftlich, aber die meisten ernsthaften Teilnehmer halten sich an bestimmte Umgangsformen und Regeln, die sich seit der Erfindung digitaler Kommunikation nicht wesentlich geändert haben: Respekt, Transparenz, Höflichkeit sind dort besonders nötig, wo Kontrolle durch das Fehlen physischer Nähe nur schwer möglich ist.
Verfasst von Carsten Rossi am 20. März 09 um 07:31 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Nur kurz in eigener Sache: ich habe heute Skin und Name meines Blogs geändert.
Verfasst von Carsten Rossi am 19. März 09 um 12:14 Uhr | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
Der Begriff der Unternehmensmarke ist ja seit langem ein kontroverser oder zumindest komplexer. Im Gegensatz zur Produktmarke ist ihr Nutzen schwerer fassbar, ihr Wert schwerer berechenbar und ihre Handhabung, häufig recht sperrig angesichts der zahlreichen widerstreitenden (Produkt-)Interessen in einem Unternehmen.
Verfasst von Carsten Rossi am 19. März 09 um 07:10 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Zwei Dinge sind in der individuellen und der institutionalisierten Kommunikation zur Krise besonders auffällig:
Mehr "Marx hat doch unrecht und Global-Sein mittlerweile einen Malus" »
Verfasst von Carsten Rossi am 18. März 09 um 07:15 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Da selbst ein wirtschaftsfreundliches Blatt wie das Handelsblatt, Engagement und Wortmeldungen von Unternehmen in Social Networks oder auf Youtube quasi reflexartig als Manipulation bezeichnet (HB vom 18.3.2009, S. 16), wirft das wohl ein sehr schlechtes Bild auf die Glaubwürdigkeit der Unternehmenskommunikation. Mal abgesehen vom ohnehin wirtschaftskritischen deutschen Umfeld, ist dies aber sicherlich auch auf das nassforsche Verhalten vieler Akteure zurück zu führen. Social Networks sind eben keine neue Projektionsfläche für Pressemitteilungen und medienoptimierte CEO-Statements, sondern es handelt sich um sozialisierte Privatsphäre, für die Regeln gelten, wie man sie auch im persönlichen Umgang pflegen sollte: Respekt, Höflichkeit, Offenheit und Sensibilität. Nur wenn Unternehmen dies berücksichtigen, werden Sie willkommene Gäste sein.
Verfasst von Carsten Rossi am 18. März 09 um 07:09 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Wenn die Voraussage von Ausfallwahrscheinlichkeiten anhand öffentlich zugänglicher Bilanzkennzahlen treffsicherer ist (wie das Finance und Banking Institut der Uni München herausgefunden hat), als die zunehmend unter Druck geratenen Ratings durch Moody's & Co (HB vom 18.3.2009, S.2), unterstreicht das einmal mehr die Bedeutung professioneller Finanzkommunikation. Nur wer transparente Rechnungslegung mit moderierender Kontextkommunikation (vulgo: Imageteil + Lagebericht) auf höchstem Niveau miteinander verbindet, kann in einem zusehends misstrauischeren Anlageumfeld auf Erfolg hoffen. Verschärft wird die Situation noch dadurch, dass die EU-Kommission Pläne verfolgt, die Ratingagenturen durch stärkere Kontrollen auf Unabhängigkeit, ein neues Geschäftsmodell und Regeln wie Analystenrotation quasi zu vergesellschaften.
Das richtige Wort (oder Bild) zur transparenten Zahl wird beim Kampf um Anlegervertrauen in Zukunft den entscheidenden Unterschied machen.
Verfasst von Carsten Rossi am 18. März 09 um 07:00 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Um das dem heutigen Sujet angemessene schlechte Wortspiel gleich aufzulösen: es geht in diesem
Eintrag darum, dass diverse Verantwortliche bei der Werbung irre gespart haben und die Werbung dadurch in die Irre gesparrt wurde. Denn die folgenden beiden Amokläufe sind wirklich nur dadurch erklärbar, dass der Mitarbeiterstamm der beiden ausführenden Agenturen aus Leiharbeitern bestand, die in der Krise, wie in so vielen Branchen als erste gefeuert wurden, so dass als ausführende Kreative nur die von Alfons gerne und oft zitierte Putzkolonne blieb.
Verfasst von Carsten Rossi am 17. März 09 um 07:12 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Nicht ohne Freude durfte ich heute lesen, dass Jack Welch dem von ihm mitinitiierten Shareholder Value abgeschworen hat. Als Zitat reichen mir "shareholder value is the dumbest idea in the world" und "The idea that shareholder value is a strategy is insane. It is the product of your combined efforts – from the management to the employees."
Verfasst von Carsten Rossi am 13. März 09 um 13:46 Uhr | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Man stelle sich einmal folgendes vor: DeutschePost DHL Chef Appel verkündet sein Restrukturierungsprogramm "Index" - und am nächsten Tag lässt sein Finanzchef John Murray Allan die Mitarbeiter über die Financial Times Deutschland wissen, dass er a) die Umbenennung des Konzerns für Unsinn halte und dass b) das Gesamtprogramm ja noch gar nicht zu Ende diskutiert sei. Wie würden die Stakeholder, also die Analysten, Mitarbeiter, Briefeschreiber und die Politik darauf reagieren? Man würde wohl von einem "unerhörten Vorgang" reden - und die selbsternannten oder offiziell bestellten Kommunikationsexperten unserer Branche würden mit Ihren Lehrbüchern und Checklisten rascheln, sorgenvoll zum Kommentarstift greifen - und John Murray Allen wäre am nächsten Tag Geschichte.
Verfasst von Carsten Rossi am 12. März 09 um 07:18 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
... in den Twitter-Feeds der letzten 24 Stunden:
Dazu noch circa 80 ähnliche Headlines aus Agenturen / Online-Journalen, eine holländische Diskussion über die Qualität ihres Online Bankings sowie eine Meldung aus dem "Panorama":
"pannock: Ohje: Die Postbank kann nix deutsch. 3 Emails geschickt, 6 Mails und ein Brief mit der jeweils selben Textbausteinantwort zurück erhalten."
Verfasst von Carsten Rossi am 11. März 09 um 07:24 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Wenn man Nielsen glauben darf, findet zur Zeit ein massenhaftes "Virtuelles Cocconing" statt. Online-Nutzer ziehen sich mehr und mehr aus dem "offenen" Internet zurück und verbringen ihre Zeit lieber mit anderen Nutzern in Social Networks statt mit Content und Werbung im Freien. Horizont sieht dadurch Probleme auf die werbetreibende Industrie zukommen, weil der Network-Nutzer durch häufigen Seitenwechsel eine gewisse Flatterhaftigkeit an den Tag lege und deshalb weniger auf klassische Online-Werbung reagiere. Wer mit (den Seiten anderer) Menschen interagiert, hat wenig Zeit für Banner. Oder einfacher: wer in der Kneipe sitzt, blättert keine Kataloge.
Verfasst von Carsten Rossi am 10. März 09 um 07:42 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Die neue BILD Testimonial-Kampagne, in der sich manchmal kritische Geister handschriftlich und in kurzen Statements mit der Zeitung auseinander setzen, kann man nur bewundern. Selbst Gregor Gysi lässt sich in
der Nähe des BILD-Logos abbilden, mit dem Diktum: "Gelegentlich lese ich Bild, um zu wissen, was Millionen Leserinnen und Leser denken sollen. Spaß macht mir die eine oder andere Gegendarstellung, Gregor Gysi."
Aus Sicht Gysis ist hier dem kritischen Denken und der diesem eigenen Notwendigkeit zur Distanzierung sicherlich mehrfach Genüge getan. Er legt Wert darauf, sie nur "gelegentlich" zu lesen, zielt auf den proagandaartigen Charakter der Berichterstattung ab ("denken sollen") und auf die mangelnde Qualität der Recherche ("Gegendarstellung").
Die Zeitung selber weiß jedoch sehr gut, was sie an ihm hat: einen ultralinken Leser der sich zum Werbezeugen für eine ultrakonservative Zeitung machen lässt. Und lässt den Leser mit ungewohnter visueller Ironie an der Freude über diesen Coup teilhaben: sie legt ein Netz aus feinen negativen Linien über Gysi, fängt ihn ein und zähmt ihn.
So fein kann Werbung sein. Dahinter steckt wohl ein kluger Kopf.
Verfasst von Carsten Rossi am 09. März 09 um 07:12 Uhr in Archiv ("The Musketeer") | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Die "Initiative für Transparenz und Demokratie"
Lobby Control hat einen sehr interessanten Stadtführer unter dem Titel "Lobby Planet Berlin" herausgegeben. Darin enthalten ist unter anderem eine Karte von Berlin Mitte (oder, wie Max Goldt sagen würde: dem östlichen Zentrum der Stadt), auf der die wichtigsten Niederlassungen und Institutionen der Berline Lobbyisten verzeichnet sind. Von FischerAppelt bis Hill & Knowlton.
Verfasst von Carsten Rossi am 06. März 09 um 08:07 Uhr | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
Ist Web-Design Lead-Design? Mit der Durchsetzung der Tag-Cloud als ästhetischem Prinzip im Mainstream könnte man das fast vermuten.
Verfasst von Carsten Rossi am 05. März 09 um 07:20 Uhr in Archiv ("The Musketeer") | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Hubert Burda, in den 90er Jahren durchaus Vorreiter in Sachen Online-Content, ließ vor kurzem auf der DLD 09 verlauten: "You get lousy pennies on the web."
Verfasst von Carsten Rossi am 04. März 09 um 07:08 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Das Handelsblatt warnt heute auf Seite 1 und Seite 3 vor einem "Schweinezyklus" bei Ingenieuren: die Gefahr einer neuen Ingenieusschwemme droht, wenn die Unternehmen, die lange verzweifelt nach Fachpersonal suchten, jetzt aufgrund der Krise nicht mehr einstellen.
Verfasst von Carsten Rossi am 03. März 09 um 07:20 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Eine kleine Einlassung aus der Welt des Marketings und der VKF, in der ich ja eigentlich nur als Zielgruppe zu Hause bin: Zur Zeit überschlagen sich laut Horizont von letzter Woche die
Agenturen mit Dienstleistungen und Konzepten zum effizienten Krisenmarketing.
Diese nennen sich "Simple Marketing" (Diffferent) oder "Scout" (Ogilvy) und widmen sich zumeist der systemischen Seite der Zielgruppenansprache.
Ich würde zur Zeit diesen auf ROI und Effizienz gebürsteten Systemen ein nachgelagertes POS-Instrument hinzufügen, dem man den Kampfnamen "Transparent Pricing" geben könnte. Damit ist nichts anderes gemeint, als das was im Bild nebenan zu sehen ist: "runde" Preise im Store.
Massiv begegnet ist mir dieses Konzept bei Einkäufen in Belgien, wo man dazu über gegangen scheint, die üblichen Fake-"9,99" durch glatte "10" EUR zu ersetzen und zudem auf die übliche Schilderorgie wie "20% off" komplett zu verzichten scheint
Diese Praxis scheint mir das werbliche Pendant des in der Unternehmenskommunikation so wichtigen "Transparenz"-Gebotes zu sein, soll heissen: ein "runder" Preis ohne zusätzliche Discount-Kommunikation wirkt wie ein klares Statement, das Orientierung gibt und nichts verbirgt, nicht einmal die Absicht, Geld zu verdienen. (Zudem wirkt es wie die institutionalisierte Variante des alten und abschlussfördernden Verkaufsspruchs "10 Euro, weil Sie's sind.")
Dieses Instrument funktioniert natürlich nur als System, soll heissen: so wie Unternehmenskommunikation nicht nur an einigen Stellen transparent sein darf, weil es genau dort dann Misstrauen weckt, müssen auch im Store alle Preise entsprechend ausgezeichnet sein - sonst entstehen Grabbeltische. Wenn das jedoch gewährleistet ist, ist der Eindruck für die Zielgruppe ein zunächst einmal verblüffend klarer: "Wir haben nichts zu verbergen, du kannst alles im Kopf zusammenrechnen und dir genau überlegen, was du bezahlen kannst."
Ob der damit erreichte positive Gesamteindruck und Vertrauensvorschuss letztlich höhere Verkaufszahlen bringt als das in Deutschland übliche Klein-Klein der Abschläge kann ich an dieser Stelle nicht überprüfen. Empirisch bewiesen ist nur, dass es bei mir gewirkt hat, wenn auch nicht unbedingt an dem hier abgebildeten Tisch.
Verfasst von Carsten Rossi am 02. März 09 um 07:15 Uhr | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Ich tu' einfach mal so, als hätte mir ein Prakti- kant den Entwurf zu dieser UBS-Anzeige vorgelegt.
Verfasst von Carsten Rossi am 27. Februar 09 um 07:12 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Wenn Nordpol-Chef Müller-Using im Handelsblatt heute sagt (S.19) "Die gesamte Agenturlandschaft wird sich früher oder später verändern. Aus Werbeagenturen werden Entwickler, Schöpfer und Produzenten von Inhalten und Themenkomplexen“ gebe ich ihm prinzipiell recht. Die Zukunft unserer Branche (in Vertretung der von uns betreuten Unternehmen) liegt im aktiven Agenda-Setting durch originäre, interessante Inhalte, mit denen ich die Zielgruppen aktiviere statt sie nur zu informieren - und dies durchaus in Konkurrenz zu und vorbei an klassischen Content-Produzenten und redaktionellen Gatekeepern.
Verfasst von Carsten Rossi am 26. Februar 09 um 07:16 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Im Rahmen dieses Blogs ist recht häufig vom "Stakeholder Value" als Asset für erfolgreiches und nachhaltiges Wirtschaften die Rede. Und auch meine Agentur hat sich diesen Begriff als zentrales Element ihres Arbeitens und ihrer Vision eingeschrieben.
Verfasst von Carsten Rossi am 25. Februar 09 um 13:55 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Dietrich Creutzburg fragt heute im Handelsblatt:
Verfasst von Carsten Rossi am 25. Februar 09 um 11:41 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verantwortungsvolles Handeln ist für ein Unternehmen nur dort glaubwürdig, wo dieses Thema nachhaltig in der Unternehmenskultur und im Geschäftsmodell verankert wird.
Verfasst von Carsten Rossi am 24. Februar 09 um 07:14 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Straßenkarneval hat vor 90 min begonnen. Blog macht Pause, wie auch meine Agentur. Cologne Corporate Citizenship.
Verfasst von Carsten Rossi am 19. Februar 09 um 01:30 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Gleich als ich die Lyrik zur Vorstellung des neuen FrieslandCampina-Logos lag, schien sie mir ein bisschen abgehoben: "So wie Weiß ein Spektrum von wunderbaren Farben aussenden kann, lässt sich Milch, eine der reichsten Leben spendenden Quellen der Natur, in endlose Möglichkeiten verwandeln. Die Milch im Herzen unserer Identität bringt Menschen auf dem ganzen Globus zusammen."
Schließlich wurde mir auch klar warum: Das Logo ist wirklich verdammt nah am Flughfen Frankfurt bzw. Fraport.
Naja, vielleicht kommen die ja dort zusammen. Oder sie treffen sich dort mit Interbrand. Von denen beide Logos sind.
Verfasst von Carsten Rossi am 18. Februar 09 um 07:12 Uhr in Archiv ("The Musketeer") | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
An eine Geschichte aus meinem Kommunionsunterricht erinnere ich mich noch recht genau. Die ging so:
Verfasst von Carsten Rossi am 17. Februar 09 um 07:11 Uhr | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Ich weiss nicht, ob die Verantwortlichen unsere Studie zur Reputation der Energieversorger gelesen habe. Auf jeden Fall macht "E wie Einfach" mit seiner neuen TV-Kampagne alles richtig: fokussierte Kommunikation des Nutzenversprechens in Verbindung mit emotionalen, menschlichen Situationen und einem Stil, der das Unternehmen aus der Masse heraushebt.
Verfasst von Carsten Rossi am 16. Februar 09 um 10:24 Uhr in Archiv ("The Musketeer") | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Angeblich ist der Absturz des Space Shuttles Challenger zumindest zu einem Teil auch durch die mangelhafte Weitergabe von komplexen Gefahreninformationen auf Basis von PowerPoint-Slides zurück zu führen. Die in der PowerPoint-typischen Listenansicht enthaltenen Schlussfolgerungen wirkten in Summe zu positiv, da nicht systemisch bzw. transparent genug.
Verfasst von Carsten Rossi am 16. Februar 09 um 07:28 Uhr in Archiv ("The Musketeer") | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
CDOs waren durch eine gute Durchmischung und statistische Neuverteilung von Risiken dazu gedacht, das statistische Ausfallrisiko von Krediten zu minimieren. Ein sinnvoller Gedanke, der durch die Unterbewertung bzw. fehlende Einpreisung systemischer (weil abstrakter) Risiken zu einem maßgeblichen Mitverursacher der aktuellen Situation wurde. Pessimismus schien wegdefiniert und wurde durch entsprechend positive Ratings auch nicht mehr kommuniziert bzw. wahrgenommen.
Verfasst von Carsten Rossi am 16. Februar 09 um 07:11 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Copy auf dem Plakat in der Vermögensberatung einer Bank: "Kann ich in diesen Zeiten noch sicher Kapital aufbauen? Unsere Beratung macht Pläne möglich!"
Verfasst von Carsten Rossi am 12. Februar 09 um 11:27 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
Die Entschärfung des BilMoG hat durchaus Auswirkungen auf unsere (Kommunikations-)Branche: bei deutschen Firmenlenkern wird auch im Kopf weiterhin nur das Wert haben, was man anfassen kann.
Verfasst von Carsten Rossi am 12. Februar 09 um 07:06 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
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